Vita
Michaela Steinacher
geboren 1972 nahe Wien, lebte schon von Kind an in einer Welt, in der Kreativität nicht nur eine Leidenschaft, sondern ein unverzichtbarer Teil ihrer Existenz war. Von Anfang an sah sie die Welt anders – nicht nur als das, was sie war, sondern als das, was sie sein könnte. Doch ihre ungezähmte Kreativität traf auf Unverständnis im Kunstunterricht, wo Regeln ihre Freiheit erstickten. Ihr Zugang zur Kunst wurde abgewertet und ihre Leidenschaft beinahe im Keim erstickt.
Rückkehr zur Kunst durch einen Wendepunkt
Jahre später, als das Leben ihr einen schweren Schicksalsschlag versetzte und sie monatelang ans Bett fesselte, kehrte die Kunst zurück – stärker, lauter und intensiver denn je. Sie erkannte, dass sie die Kontrolle über ihre eigene Geschichte übernehmen musste. Sie entschied sich, ihre Verletzlichkeit in Stärke zu verwandeln und den Mut zur Veränderung zum Herzstück ihres Schaffens zu machen.
Große Veränderungen beginnen im Kleinen
Steinachers Werke sind eine bewusste Auseinandersetzung mit scheinbar unscheinbaren Momenten. Sie nimmt uns mit in bedeutungslos scheinende Szenen des Alltags oder lediglich in einen Gesichtsausdruck, der als Metapher für die Handlung selbst steht. Ihre Kunst entreißt diese Augenblicke der Bedeutungslosigkeit und verleiht ihnen die Aufmerksamkeit, die sie verdienen.
In vielen ihrer Werke verarbeitet sie auch die schwierige Beziehung zu ihrer alkohol- und tablettensüchtigen Mutter. Trotz dieser biografischen Tiefe bleibt ihre Kunst geprägt von Zuversicht. Sie zeigt: Wir entscheiden selbst, ob wir aufgeben oder weitergehen.
Die Resonanz zwischen Innenwelt und Außenwelt
Steinacher glaubt daran, dass jede Handlung – sei es ein flüchtiger Blick, ein Gespräch oder eine Geste -unweigerlich unsere Umwelt formt. Es ist die Transformation, die sie fasziniert: sichtbar gemacht in ihren Werken durch ein eigens von ihr entworfenes haptisches Symbol - "Entropia"
Rebellion gegen das Gewöhnliche
Steinacher ist nicht nur eine Malerin, sondern eine Visionärin, die ihre Kunst als Werkzeug für einen positiven Wandel versteht. Ihre extravagante, durchsetzungsstarke Bildsprache ist eine Rebellion gegen das Gewöhnliche – ein lauter Ruf, die Welt nicht nur zu sehen, sondern sie aktiv zu verändern.